Achtsam wandern
Beim Wandern & Pilgern Schritt für Schritt zu sich selbst finden
Sie wollen den Alltag hinter sich lassen und sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren? Den Stress loslassen und wieder zu sich selbst finden? Dann machen Sie den ersten Schritt mit einer Auszeit in der Natur.
Beim achtsamen Wandern in der Urlaubsregion Kelheim geht es bei unseren Wander-Tipps nicht um Tempo, Leistung oder das nächste Ziel. Es geht darum, zu entschleunigen und beim Gehen die eigenen Gedanken zu sortieren, die Natur um Sie herum mit allen Sinnen wahrzunehmen und jeden einzelnen Schritt zu genießen.
Darüber hinaus sind seit jeher Pilgerwege das Sinnbild für Achtsamkeit und Spiritualität beim Wandern: In der Urlaubsregion Kelheim führen Sie der europäische Pilgerweg VIA NOVA und der Ostbayerische Jakobsweg zu Orten der Einkehr. Bei einer geführten Pilgerwanderung erfahren Sie nicht nur mehr zu den Kirchen und Kapellen entlang des Weges, sondern finden im Einklang und Beisammensein mit der Gruppe zur Ruhe.
Wer besonders intensiv entschleunigen möchte, kann sogar eine Nacht im Kloster verbringen und dabei ganz in die besondere Atmosphäre der Benediktinerklöster in Weltenburg und Rohr in Niederbayern eintauchen.
Achtsames Wandern ist das Wandern, bei dem man den Moment bewusst mit allen Sinnen wahrnimmt, anstatt auf Tempo oder Strecke zu achten. Im Mittelpunkt einer achtsamen Wanderung stehen das Erleben der Natur, das eigene Atmen und ein langsames, aufmerksames Gehen.
Achtsames Wandern und „einen Gang zurückschalten“ können positive Effekte auf Wohlbefinden und Gesundheit haben. Dieser Stil des Wanderns verbindet die sportliche Aktivität mit einer tieferen Begegnung mit der Natur und sich selbst.
Das äußert sich beispielsweise so:
Stressabbau & Regeneration: Durch das bewusste Konzentrieren auf die Atmung und den Moment sinkt das Level des Stresshormons Cortisol im Blut nachweislich schneller als beim schnellen, hektischen Gehen.
Intensives Natur-Erlebnis: Wer achtsam geht, nimmt mehr von seiner Umgebung wahr. Das Lichtspiel der Blätter, der Duft einer Wiese oder das feine Knirschen von Kieselsteinen unter den Sohlen – erfreuen Sie sich an Details, die Sie im schnellen Vorbeigehen verpassen würden.
Mentale Klarheit: Dadurch, dass Sie sich auf die physischen Empfindungen während des Wanderns fokussieren, stoppen Sie automatisch Ihr „Gedankenkarussell“ im Kopf.
Gelenkschonende Aktivität: Achtsam wandern fördert einen bewussten Tritt. Sie nehmen den eigenen Körper besser wahr, was ein Verletzungsrisiko minimiert und die Tiefenmuskulatur stärkt.
Echte Erholung statt Erschöpfung: Sie kommen bei einer achtsamen Wanderung nicht völlig ausgelaugt am Ziel an, sondern fühlen sich nach Ihrer Tour energetisiert und revitalisiert.
Praktische Tipps für eine achtsame Wanderung:
- Wählen Sie eine ruhige Route ohne Zeitdruck.
- Schalten Sie Ablenkungen möglichst aus und gehen Sie, wenn möglich, offline.
- Beginnen Sie langsam und spüren Sie bewusst Ihre Schritte, Ihren Atem und Ihre Umgebung.
- Machen Sie kleine Pausen, um die Natur bewusst auf sich wirken zu lassen.
- Nutzen Sie Ihre Sinne: Nehmen Sie Wind, Sonnenwärme, Geräusche, Gerüche und Bodenbeschaffenheit bewusst wahr.
Die gemeinsame Basis beim achtsamen Wandern und Pilgern ist, dass bei beiden Formen des Wanderns die Entschleunigung im Vordergrund steht. Bei beiden rückt der Fokus weg von einem reinen Leistungsgedanken (Höhenmeter, Geschwindigkeit) hin zum bewussten Erleben des Augenblicks und der Umgebung.
Dabei ist achtsames Wandern aber eher als Werkzeug zu verstehen: Es ist eine Technik, bei der die Sinne geschärft werden. Man achtet auf den Atem, den Kontakt der Füße zum Boden und die Naturgeräusche. Es dient primär der mentalen Erholung und dem Stressabbau.
Pilgern dagegen dient als Rahmen für eine Wanderung: Pilgern ist traditionell eine Reise mit einem spirituellen oder persönlichen Ziel. Das achtsame Wandern ist dabei oft die Art und Weise, wie der Pilgerweg beschritten wird. Man könnte sagen:
„Achtsames Wandern ist die Methode, während Pilgern die Reise mit einer tiefergehenden, oft spirituellen Sinnsuche verbindet.“
Zusammenfassend: Achtsamkeit macht das Wandern intensiver, während das Pilgern dieser Achtsamkeit eine Richtung und ein höheres Ziel gibt. Beides führt dazu, dass der Weg wichtiger wird als das Ankommen.
Achtsames Wandern für Einsteiger
Erste Schritte zur Entschleunigung
Sie möchten achtsames Wandern einfach mal ausprobieren oder brauchen eine kurze Auszeit vom Alltag? Dann begeben Sie sich doch auf eine dieser (Halb-)Tageswanderungen und erproben dabei Achtsamkeit mit der 5-4-3-2-1-Übung:
- 5 Dinge sehen: Nehmen Sie bewusst Details in der Natur um Sie herum wahr, z.B. Wolkenformen, Blattadern, Kieselsteine, Wellen auf dem Fluss, die Rinde eines Baumes...
- 4 Dinge fühlen: Spüren Sie den Wind auf der Haut, den Rucksack auf Ihren Schultern, den Untergrund unter Ihren Sohlen, die Sonne auf Ihrem Gesicht...
- 3 Dinge hören: Achten Sie auf Vogelgezwitscher, Wind, eigene Schritte...
- 2 Dinge riechen: Nehmen Sie feuchte Erde, Harz oder Blumen wahr...
- 1 Ding schmecken: Nehmen Sie den Geschmack im Mund wahr, z.B. nach einem Schluck Wasser...
Pilgerweg VIA NOVA
Achtsam Wandern zu den schönsten Kirchen und Kapellen der Urlaubsregion Kelheim
Das Pilgern ist die Königsdisziplin des achtsamen Wanderns, wird es doch oft auch als innere Reise durch äußeres Gehen verstanden.
Begeben Sie sich doch auf der VIA NOVA auf diese Reise! Fernab vielbewanderter Wege entschleunigen Sie nicht nur auf diesem Pilgerweg, sondern entdecken dabei auch die schönsten Kirchen, versteckten Kapellen und religiösen Kleinode der Region: vom Kloster Weltenburg über die Wallfahrtskirche Allersdorf bis hin zur Erlöserkapelle in Biburg und vielem mehr.
Bei einer mehrtägigen Wanderung pilgern Sie durch das ursprüngliche Tal der Großen Laber, vorbei an den ausschweifenden Hopfengärten der Hallertau, und am Ufer der sanft plätschernden Donau entlang.
Ostbayerischer Jakobsweg
Auf historischen Pfaden durch Ostbayern pilgern
Der Jakobsweg ist einer der ältesten Pilgerwege und somit beinahe eine Wiege des achtsamen Wanderns. Auch wenn der ostbayerische Abschnitt gerade einmal 20 Jahre alt ist, ändert das nichts an diesem ganz besonderen Gefühl der Ruhe und Einkehr, das dieser Weg ausstrahlt.
Von Regensburg aus durchläuft der Ostbayerische Jakobsweg die Urlaubsregion Kelheim auf seiner Route nach Santiago de Compostela in zwei Tages-Etappen über Kelheim und Kloster Weltenburg weiter in den Naturpark Altmühltal. Bekannte Orte wie der Regensburger Dom St. Peter oder das Kloster Weltenburg wechseln sich dabei ab mit Kleinoden wie malerischen Kapellen und Kreuzwegen.
Geführte Pilgerwanderungen
Mit Pilgerwegbegleitern in die Region eintauchen
Einen Einblick in Land und Leute gewinnen, gleichzeitig das gemeinsame Erfahren genießen und Gemeinschaft empfinden – bei einer geführten Pilgerwanderung mit einem erfahrenen Pilgerwegbegleiter ist das alles garantiert!
Lernen Sie die Kirchen und Kapellen entlang des Weges kennen und erfahren Sie mehr über die kunst- und kulturgeschichtliche Bedeutung dieser Bauwerke.
Naturführungen
Natur entdecken und erleben
Nicht nur Land und Leute, Kirchen und Klöster machen eine Pilgerreise so besonders: Die Natur um Sie herum ist bei einer Pilgerwanderung oft über lange Strecken der Hauptdarsteller unterwegs. Bei einer Naturführung werfen Sie einen Blick hinter die faszinierenden Kulissen Ihrer Wanderung!
Naturführungen buchen
„Es kommt niemals ein Pilger nach Hause, ohne ein Vorurteil weniger und eine neue Idee mehr zu haben.“
Thomas Morus
(englischer Staatsmann und Humanist)
Übernachten im Kloster
Als Pilger zu Gast im Kloster
Nach einem langen Tag zu Fuß freut man sich abends auf das wohlverdiente, gemütliche Bett. Bei einer Pilgerreise ist die abendliche Einkehr mit Sicherheit ein Highlight. Umso besonderer wird die Nachtruhe darüber hinaus bei einer Übernachtung im Kloster. Die Benediktinerklöster in Weltenburg und Rohr i.NB heißen Pilger und Übernachtungsgäste herzlich willkommen.