Alte Dorfkirche St. Jakob
Ruhig am Ufer der Donau gelegen, erzählt die ehemalige Dorfkirche St. Jakob in Kelheimwinzer von acht Jahrhunderten Baugeschichte, von der frühgotischen Chorturmkirche bis zur barocken Turmhaube.
Wie alt ist die Kirche und wie hat sie sich im Laufe der Zeit verändert?
Die kleine Chorturmkirche entstand vermutlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und zählt zu den ältesten Sakralbauten der Region. Im Jahr 1609 wurde das Langhaus erweitert und 1668 der Turm nach Westen hin verlängert. 1718 wurde die Kirche grundlegend umgestaltet: Der Kelheimer Baumeister Kaspar Öttl ließ die Mauern erhöhen und den Turm mit einem barocken Oktagon samt Kuppelhaube versehen. Mitte des 20. Jahrhunderts verlor das Gotteshaus seine liturgische Funktion, sodass die Innenausstattung zwischen 1956 und 1957 in die neue Pfarrkirche umzog. 1963 erfolgte schließlich eine Außenrenovierung.
Was zeichnet die Architektur der Kirche besonders aus?
Ein markantes Merkmal ist der kleine, aber robuste Chorturm aus grob behauenen Steinen. Über dem zugemauerten Nordeingang befindet sich ein schlichtes, in Stein gehauenes Kreuz. Das Kirchenschiff ist ebenfalls schlicht gestaltet und verfügt über eine flache Decke. Ein spitzer Bogen, der von massiven Steinen getragen wird, trennt das Schiff vom Chor. Dieser ist quadratisch und wird von einem Kreuzgewölbe überspannt, das von mächtigen Rippen getragen wird. Ein besonderer Höhepunkt ist die Kanzel von Christoph Zeitler aus Kelheim aus dem Jahr 1692.
Lässt sich der Besuch mit einer Radtour oder Wanderung verbinden?
Da die Kirche direkt am Donauradweg liegt, eignet sie sich ideal für einen Zwischenstopp. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, kann den Besuch mit einer Wanderung auf dem Pilgerweg VIA NOVA zwischen Bad Abbach und Kelheim verbinden.
Kontakt
Adresse
Kirche St. Jakob
Pfarrer-Plaß-Weg 3
93309 Kelheim, Ortsteil Kelheimwinzer