Archäologiepark Altmühltal – Station 15: Nachbau eines Grabhügels
Einer der größten Grabhügel Bayerns aus der Hallstattzeit lässt sich hier hautnah erleben. Der rekonstruierte Hügel 2 des Gräberfeldes von Deising zeigt, wie das Bodendenkmal vor 2.600 Jahren ausgesehen haben könnte.
Entdeckung am Ufer der Altmühl
Im Jahr 1987 stießen Arbeiter beim Kanalbau auf Gräber aus der Zeit um 600 vor Christus. Dabei kamen vier Grabhügel, einige Brandgruben und ein Urnengrab ans Licht, die auf einen kleinen, alten Friedhof aus der späten Hallstattzeit schließen lassen.
Der rekonstruierte Hügel 2
Hügel 2 ist der größte des Gräberfeldes und hatte einen Durchmesser von mindestens 31 Metern. Für den Archäologiepark Altmühltal wurde er so nachgebaut, wie er noch 2.600 Jahre nach seiner Entstehung im Gelände zu sehen gewesen wäre. Im Inneren fanden sich:
- Reste einer zentralen Steinpackung auf einer Fläche von etwa 10 × 12 Metern
- Eine reich ausgestattete Körperbestattung
- Teile eines Wagens, mit dem der Tote beerdigt wurde
- Ein Zaumzeug für zwei Pferde, gefunden im Kopfbereich des Verstorbenen
Ein ungewöhnlicher Friedhof
Der kleine Friedhof von Deising ist für die Hallstattzeit eher ungewöhnlich: Er lag abseits der nächsten Siedlung und umfasst nur sehr wenige Gräber. Das könnte darauf hindeuten, dass hier Menschen mit einer besonderen Stellung in der Gesellschaft bestattet wurden.
Kontakt
Adresse
In der Nähe des Sportplatzes in Deining
93339 Riedenburg, Ortsteil Deising