Burg Prunn
Hoch über dem Altmühltal thront Burg Prunn auf einem 70 Meter hohen Jurafelsen, eine der besterhaltenen Burgen Bayerns. Ihr größter Schatz: der Prunner Codex, eine der bedeutendsten Handschriften des Nibelungenliedes aus dem 13. Jahrhundert.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1037. Ab 1147 gehörte die Burg den Herren von Laaber, 1288 erwarb Herzog Ludwig von Bayern das Anwesen. Nach mehrfachem Besitzerwechsel fiel sie 1822 an die bayerische Krone. König Ludwig I. stellte sie 1827 unter Schutz und verfügte, sie als historisches Wahrzeichen zu erhalten. Seit 1946 betreut die Bayerische Schlösserverwaltung das Baudenkmal.
Der Prunner Codex – ein Schatz der Weltliteratur
Im Jahr 1575 entdeckten Gelehrte in der Burgbibliothek eine mittelhochdeutsche Handschrift des Nibelungenliedes aus dem 13. Jahrhundert, den sogenannten Prunner Codex. Er zählt bis heute zu den bedeutendsten Überlieferungen dieses Weltepos. Das Original wird in der Bayerischen Staatsbibliothek in München aufbewahrt, auf Burg Prunn ist eine originalgetreue Nachbildung zu sehen.
Führungen
Die Burg ist ausschließlich im Rahmen einer 45-minütigen Führung zugänglich. Die Burgführer berichten dabei über das Leben im Mittelalter: Sie erzählen von Jagd, Kleidung, Rechtsprechung, Turnierwesen und der Rolle der Frau. An interaktiven Stationen können die Besucher selbst Hand anlegen und Alltagsgegenstände aus dem Mittelalter ausprobieren.
Wer mehr über die Burg und ihre ehemaligen Bewohner erfahren möchte, kann sich außerdem die Hörgeschichtee zur Burg Prunn anhören.
Tipp für den Besuch
Von der Burg und dem nahen Aussichtspunkt bietet sich ein weites Panorama über das Altmühltal und die Jurafelsen. Wer die Region vom Wasser aus erleben möchte, kann die Burgen-Rundfahrt zwischen Riedenburg und Essing nutzen. Dabei sind Burg Prunn und die Burgruine Randeck vom Schiff aus zu bewundern.Kontakt
Adresse
Burg Prunn
Schlossprunn 1
93339 Riedenburg, Ortsteil Prunn